210912 Dlm 02

Deutsches Landwirtschaftsmuseum erhält 400.000 EUR Fördermittel

Deutscheslandwirtschaftsmuseum Schlossblankenhain

Der Bund fördert das Deutsche Landwirtschaftsmuseum in diesem Jahr wieder mit 400.000 EUR. Das Geld geht hälftig an die beiden Standorte des Museums in Ost und West: Schloss Blankenhain in Sachsen (Landkreis Zwickau) und Stuttgart-Hohenheim in Baden-Württemberg.

Hoch erfreut über den Geldsegen ist Dr. Jürgen Knauss, Direktor des Landwirtschaftsmuseums in Blankenhain. „Es sollen weitere Ausstellungsprojekte konzipiert, wie z. B. zu landwirtschaftlichen Modellen, die Barrierefreiheit gesteigert und agrarwissenschaftliche Forschungen vertieft werden.“

Der Parlamentarische Staatssekretär der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Hans-Joachim Fuchtel, übergab bei einem Besuch in Hohenheim das Geld symbolisch. Dort will man die Ausstellung um aktuelle Themenfelder der Landwirtschaft erweitern, digitale Inhalte ausbauen und die Angebote für Kinder verbessern.

Dass dies möglich wurde, ist Carsten Körber zu verdanken. Der Zwickauer CDU-Bundestagsabgeordnete ist Mitglied im wichtigen Haushaltausschuss: „Die beiden Standorte des Deutschen Landwirtschaftsmuseums besser zu vernetzen und als EIN Museum zu vermarkten, war ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Deshalb bin ich froh, dass wir uns im Haushaltsausschuss 2018 auf meine Initiative geeinigt haben. Die Förderung von Blankenhain und Hohenheim ist mir ein großes Anliegen.“

Das Ministerium fördert seit 2019 beide Museumsteile mit 400.000 EUR.

In Blankenhain wurde ein Werbe- und Marketingkonzept erstellt, ein Sammelband zur Geschichte der Landwirtschaft und Landtechnik ist ebenso entstanden wie weitere landwirtschaftliche Ausstellungen. Im Aufbau befinden sich neue und interaktive sowie barrierefreie Ausstellungebereiche. Zwei Volontärstellen sind ausgeschrieben, die speziell auf Agrar- und Ernährungswissenschaften ausgelegt sind.

Da das DLM erst im Juni 2021 öffnen konnte, sind die Zahlen der Besucher wenig aussagefähig zu den Zeiträumen vor Corona, abgerechnet wird dann am Saisonende.

Für dieses Jahr sind noch die Sonntagssonderführungen geplant, ebenso auch ein Aktionstags-Wochenende um den 12. September mit verschiedenen Sonderführungen in neuen Museumsobjekten und zu verschiedenen Themen. Am Wochenende des 18. und 19. September soll, so es die Coronalage erlaubt, auch der Käse- und Spezialitätenmarkt stattfinden. Wenn möglich, ist auch im Oktober ein kleiner Aktionstag im neu gestalteten Vierseit-Bauernhof geplant.

Die Fertigstellung der Türme ist für den Spätherbst vorgesehen, je nach Wetterlage, denn weder bei Regen noch bei starkem Wind kann in luftiger Höhe gebaut werden. Der Südturm ist fertiggestellt und wird derzeit abgerüstet. Am Nordturm sind die Arbeiten im Gange.

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum

Das Deutsche Landwirtschaftsmuseum besteht aus zwei Teilen: Stuttgart-Hohenheim (West) und Schloss Blankenhain (Ost). Die beiden Standorte sind der wechselvollen Nachkriegsgeschichte geschuldet. Das sächsische Blankenhain teilt sich seit 2006 den Titel „Deutsches Landwirtschaftsmuseum“ mit Hohenheim in Baden-Württemberg. Blankenhain ist eine bundesweit einmalige Museumsanlage aus Schloss, Rittergut, Freilicht- und Landwirtschaftsmuseum. Es erstreckt sich auf 13,5 Hektar, verfügt über 100 Bauten mit 120 thematischen Ausstellungen. Jährlich besuchen rund 40 000 Gäste das Museum (vor Corona).

210912 Dlm 01
210912 Dlm 04