Sachsen-Franken-Magistrale

Haushaltsausschuss macht Weg frei für weiteren Ausbau der Sachsen Franken Magistrale

In der Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2026 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages die nächsten Planungsschritte für die Sachsen‑Franken‑Magistrale beschlossen. Damit rückt die seit Langem geforderte Modernisierung und Elektrifizierung dieser wichtigen Ost‑West‑Verbindung ein gutes Stück näher.

Hierzu erklärt Carsten Körber, Zwickauer CDU‑Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Haushaltsausschuss: „Für Südwestsachsen ist die Entscheidung des Haushaltsausschusses ein echter Durchbruch. Die Sachsen‑Franken‑Magistrale ist unsere direkte Verbindung nach Franken und Süddeutschland – viele Menschen und Betriebe warten seit Jahrzehnten darauf, dass aus Ankündigungen endlich konkrete Schritte werden. Mit diesem Beschluss zeigen wir: Der Bund steht zu dieser Strecke und nimmt die berechtigte Ungeduld in der Region ernst.“

Die Magistrale verbindet über den Abschnitt Dresden – Hof bis runter nach Nürnberg die Länder Sachsen, Thüringen und Sachsen‑Anhalt mit Bayern und Baden‑Württemberg und ist von zentraler verkehrlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Die Elektrifizierung ist im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft und im Koalitionsvertrag mit Blick auf bessere Schienenverbindungen, insbesondere nach Tschechien und Polen, fest verankert. Für die Ausbaustrecke liegt ein positives Nutzen‑Kosten‑Verhältnis von 1,06 vor.

Der Haushaltsausschuss fordert die Bundesregierung auf, für den Abschnitt von Nürnberg Hauptbahnhof über Lauf und Pegnitz bis nach Schnabelwaid die Entwurfs‑ und Genehmigungsplanung zu beauftragen. Zugleich sollen die sogenannten Pegnitzbrücken auf dieser Strecke erneuert werden, da absackendes Karstgestein hier umfangreiche Arbeiten notwendig macht, um die Sicherheit des Bahnverkehrs dauerhaft zu gewährleisten.

Die Elektrifizierung der Sachsen‑Franken‑Magistrale trifft in den betroffenen Regionen politisch auf breite Unterstützung. Sie verbessert die Anbindung Sachsens und Mitteldeutschlands an Süddeutschland, stärkt den internationalen Verkehr zwischen Ost und West und schafft bringend benötigte, zusätzliche Kapazitäten. „Mit seiner Entscheidung sendet der Haushaltsausschuss ein klares Signal für eine starke Schieneninfrastruktur in Nordbayern und Mitteldeutschland. Nun ist die Bundesregierung gefordert, die beauftragten Planungen zügig auf den Weg zu bringen und gemeinsam mit der Deutschen Bahn einen verlässlichen Zeit‑ und Umsetzungspfad vorzulegen“, so Körber abschließend.