Über 3.600 Anträge mit einem Volumen von 7,5 Milliarden Euro bei verfügbaren 333 Millionen Euro
Bis zum 15. Januar 2026 hatten Städte, Gemeinden und Landkreise die Möglichkeit, sich mit Projektskizzen am Aufruf des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu beteiligen. Laut dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen war die Resonanz immens groß: Über 3.600 Interessenbekundungen gingen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein, das mit der Umsetzung des Programms beauftragt ist. Mit einer beantragten Gesamtfördersumme von über 7,5 Milliarden Euro ist der aktuelle Projektaufruf damit extrem stark überzeichnet.
„Mit dem Fristende zur Einreichung der Projektskizzen habe ich zahlreiche Anfragen, speziell aus dem Landkreis Zwickau, aber auch aus ganz Sachsen, erhalten, die um Unterstützung für ihre Projekte bitten. Die Zahlen verdeutlichen den immensen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf von Sportstätten“, erklärt Carsten Körber, Mitglied des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages.
Der Deutsche Bundestag hatte mit dem Beschluss des Bundeshaushalts 2026 in einer ersten Tranche Programmmittel in Höhe von 333 Millionen Euro für das Bundesprogramm bereitgestellt, die im Wirtschaftsplan des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) veranschlagt sind.
Für den Freistaat Sachsen, mit seinen zehn Landkreisen und drei kreisfreien Städten, würde, wenn der Königsteiner Schlüssel zur Verteilung der Mittel herangezogen wird, für dieses Jahr eine Fördersumme von rund 16,1 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Nach Prüfung und Bewertung der eingereichten Projektskizzen wird abschließend der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages über die Auswahl der geförderten Projekte entscheiden.
„Es ist richtig und wichtig, dass der Bund mit Programmen zur Sportstättenförderung Verantwortung übernimmt und damit die Länder sowie die Kommunen unterstützt. Gleichzeitig muss jedoch festgestellt werden, dass die bereitgestellten finanziellen Mittel den Bedarf in der Fläche bei weitem nicht decken. Dass das Bundesprogramm 23-fach überzeichnet ist, bedeutet leider, dass die meisten Projekte leer ausgehen werden“, so Carsten Körber abschließend.