Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV – Bund fördert Wirkerei Mülsen

verfasst am 04.03.2026
Textilwerk Mülsen St. Micheln

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner heutigen Sitzung das Denkmalschutz-Sonderprogramm XIV für das Jahr 2025 beschlossen und damit ein weiteres kraftvolles Zeichen für den Erhalt des kulturellen Erbes in Deutschland und Sachsen gesetzt. Bundesweit stehen 35 Millionen Euro an Bundesmitteln zur Verfügung, die durch eine Kofinanzierung der Länder in gleicher Höhe sowie zusätzliche Dritt- und Eigenmittel von Kommunen und Projektträgern ergänzt werden. Insgesamt wurden 520 Antrage über ein Volumen von 243 Millionen eingereicht. Davon wurden jetzt 144 Anträge bewilligt.

Wie der Zwickauer Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Carsten Körber bekannt gibt, profitiert im Landkreis Zwickau die Wirkerei in Mülsen Ortsteil St. Micheln, auch bekannt als Textilwerk, von der XIV. Auflage des Denkmalschutz-Sonderprogramms: „Das kulturelle Erbe der Zwickauer Region ist einzigartig. Ich freue mich, dass es mir erneut gelungen ist, mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm ein so bedeutsames Projekt in meiner Heimat zu unterstützen. Wir bewahren Orte des Gedenkens an die NS-Verbrechen, wie das Textilwerk in Mülsen-St. Micheln, und sichern damit prägende Industriedenkmäler. Von diesen Investitionen profitieren gleichzeitig das heimische Handwerk sowie kleine und mittelständische Betriebe“ erklärt Carsten Körber.

In Mülsen werden dringend notwendige Restaurierungsarbeiten am ehemaligen Textilwerk „Richard Poenisch Nachf.“ ermöglicht. In diesem befand sich im 2. Weltkrieg ein Außenlager des KZ-Flossenbürg, in dem vor allem sowjetische Kriegsgefangene Zwangsarbeit leisten mussten. Über das Denkmalschutz-Sonderprogramm werden hier jetzt Bundesmittel in Höhe von rund 252.000 Euro bereitgestellt. Die denkmalpflegerischen Gesamtausgaben liegen bei 600.000 Euro.

Auf den Fotos: Carsten Körber MdB. Tronje Hagen (Mülsener CDU-Gemeinderat und Fraktionsvorsitzender) sowie Uwe Menger (JAHN GmbH & Co. KG)

An diesen Gedenkorten wird deutlich, dass wir Denkmalschutz nicht als Luxus, sondern als Kern einer verantwortungsvollen Politik für unser Land verstehen.

Carsten Körber MdB