Haushaltsausschuss beschließt 1. Tranche der Sportmilliarde

verfasst am 22.04.2026

Der Bund steht an der Seite unserer Kommunen, unserer Sportvereine und den aktiven Sportlerinnen und Sportlern. Mit diesen Beschlüssen kommt das Geld ganz konkret bei den Menschen vor Ort an.

Carsten Körber

Haushaltsausschuss beschließt 1. Tranche der Sportmilliarde

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute die erste Tranche des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS), die sogenannte Sportmilliarde, freigegeben. Aus den 333 Millionen Euro der diesjährigen Förderrunde fließen über 11,3 Millionen Euro in sechs wichtige Projekte nach Sachsen und lösen dort Investitionen von mehr als 18 Millionen Euro aus.

Bundesweit stehen in drei Förderrunden insgesamt 1,0 Milliarde Euro für die Sanierung kommunaler Sportstätten zur Verfügung, davon 333 Millionen Euro in der nun beschlossenen ersten Tranche. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ (SVIK) und helfen Städten und Gemeinden, überfällige Sanierungen an Hallen, Plätzen und Anlagen umzusetzen. Ziel ist es, damit auch weitere Investitionen vor Ort zu hebeln.

In Sachsen werden sechs Projekte mit einer Gesamtfördersumme von 11.341.000 Euro und einem Gesamtinvestitionsvolumen von 18.082.000 Euro gefördert. „Der Bund steht an der Seite unserer Kommunen, unserer Sportvereine und den aktiven Sportlerinnen und Sportlern. Mit diesen Beschlüssen kommt das Geld ganz konkret bei den Menschen vor Ort an“, erklärt Carsten Körber, sächsischer CDU-Bundestagsabgeordneter, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Sachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Haushaltsausschuss.

Konkrete Projekte vor Ort

In Wilkau-Haßlau wird die „Sanierung und Erweiterung der Sportfreianlage Am Sandberg“ gefördert. Grundlage sind Projektkosten in Höhe von 6.770.000 Euro, wovon eine Bundesförderung in Höhe von 5.077.000 Euro beantragt ist.

In Oschatz wird die „Sanierung und Erweiterung der Döllnitzhalle“ unterstützt. Hier liegen die Projektkosten bei 1.415.000 Euro, bei einer beantragten Bundesförderung von 1.061.000 Euro.

In Görlitz wird die „Sanierung der Jahnsporthalle“ gefördert. Für dieses Projekt sind Kosten in Höhe von 2.691.000 Euro veranschlagt, die beantragte Bundesförderung beträgt 1.299.000 Euro.

In Dresden wird die „Sanierung der Margon-Arena-Sporthalle“ unterstützt. Für die Maßnahme ist eine Bundesförderung von 2.250.000 Euro vorgesehen. Die Gesamtkosten der Maßnahmen liegen bei 5.000.000 Euro.

Weitere SKS-Mittel fließen nach Leipzig-Leutzsch in den Alfred-Kunze-Sportpark (Sanierung des Kunstrasenspielfeldes, Fördersumme 949.000 Euro, Gesamtkosten 1.266.000 Euro) und nach Rodewisch im Vogtland (Sanierung eines Kleinspielfeldes, Fördersumme 705.000 Euro, Gesamtkosten 940.000 Euro). Damit profitieren sowohl Großstädte als auch kleinere Kommunen im ländlichen Raum von der Sportmilliarde.

Hohe Nachfrage – starke Haushaltspolitik

Die Resonanz auf das SKS-Programm ist enorm: Über bundesweit 3.600 Interessenbekundungen mit einer beantragten Gesamtfördersumme von mehr als 7,5 Milliarden Euro stehen lediglich 333 Millionen Euro in dieser Runde gegenüber. Das Programm ist damit fast 23-fach überzeichnet und zeigt den großen Sanierungsbedarf im Bereich der Sportstätten.

„Ich habe in den vergangenen Monaten zahlreiche Anfragen aus meinem Wahlkreis und aus ganz Sachsen erhalten – viele Kommunen kämpfen mit überalterten Hallen und Plätzen“, so Körber. „Dass wir nun sechs sächsische Vorhaben erfolgreich durchbringen konnten, ist angesichts der extremen Überzeichnung ein starkes Ergebnis – auch wenn klar ist, dass leider viele gute Projekte vorerst leer ausgehen.“

Trotz der angespannten finanziellen Lage zeigt sich mit der heutigen Entscheidung, dass die Union für eine solide, verlässliche Politik und gezielte Investitionen in Sport, Ehrenamt und Kommunen steht. „Wer möchte, dass Sporthallen saniert, Plätze modernisiert und Vereine gestärkt werden, braucht eine starke Union – im Bund, im Land und in den Gemeinden“, so Körber.

Ausblick und Vertrauensappell

Der Beschluss heute ist nur der Auftakt: Bis 2028 folgen zwei weitere Förderrunden mit jeweils 333 Millionen Euro, insgesamt umfasst die Sportmilliarde somit 1 Milliarde Euro für kommunale Sportstätten. Zusätzlich stehen im Bundeshaushalt weitere 250 Millionen Euro bundesweit für die Sanierung von Schwimmbädern zur Verfügung.

Viele Kommunen, die diesmal noch nicht berücksichtigt werden konnten, haben in den nächsten Runden erneut eine Chance. „Auch die nächsten Förderrunden werden voraussichtlich erneut massiv überzeichnet sein. Aber ich kann dennoch nur dazu aufrufen, sich wieder zu bewerben. Denn wer sich nicht bewirbt, wird definitiv nichts bekommen. Die Aussicht, der Schule oder dem Sportverein einen neuen Fußballplatz oder eine kernsanierte Sporthalle geben zu können, ist die Mühe des Antrags wert“, so Körber.

Das neue Programm zur „Sanierung kommunaler Sportstätten“ setzt ein wesentliches Versprechen aus dem Koalitionsvertrag um. „Mit der Sportmilliarde geben wir ein klares Bekenntnis ab für unsere Kommunen, für die Vereine und für den Breitensport in unserem Land. Nichts stärkt den Zusammenhalt und den Teamgeist mehr als der Sport“, erläutert Carsten Körber abschließend.