Schwimmbaeder Sachsen

Haushaltsausschuss bewilligt 12,57 Millionen Euro für acht Schwimmbäder in Sachsen

verfasst am 23.09.2026
Carsten Koerber

Haushaltsausschuss bewilligt 12,57 Millionen Euro für acht Schwimmbäder in Sachsen

Körber: „Der Bund investiert konkret in sichere, moderne und attraktive Bäder vor Ort“

BERLIN / ZWICKAU. Gute Nachrichten für den Schwimmsport, für Schulen, Vereine und Familien in Sachsen: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat heute im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) Fördermittel von insgesamt 12.567.864 Euro für acht sächsische Schwimmbadprojekte beschlossen. Das teilte der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitiker Carsten Körber mit.

Gefördert werden die Sanierung und der Ersatzneubau von Bädern in Amtsberg, Auerbach/Vogtland, Dresden-Klotzsche, Frohburg, Gohrisch, Königsbrück, Leipzig und Pulsnitz. Die Mittel stammen aus der gesonderten SKS-Förderrunde für kommunale Schwimmbäder, für die bundesweit 250 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

„Schwimmbäder sind weit mehr als Freizeitangebote. Sie sind Orte, an denen Kinder schwimmen lernen, Schulen Sportunterricht anbieten, Vereine trainieren und Familien Zeit miteinander verbringen“, erklärt Carsten Körber. „Mit den heutigen Entscheidungen helfen wir den Kommunen ganz konkret dabei, dringend notwendige Investitionen zu stemmen. Das ist ein starkes Signal für den Breitensport, für die Gesundheitsvorsorge, für die Schwimmausbildung und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Sachsen.“

Die Förderung kommt folgenden Vorhaben zugute:

  • Amtsberg: Für die Sanierung und den Ersatzneubau des Freibades Dittersdorf erhält die Gemeinde eine beantragte Bundesförderung von 1.857.606 Euro.
  • Auerbach/Vogtland: Für die Sanierung des Hallenbades der Sonnenhofschule werden 990.000 Euro bereitgestellt.
  • Dresden: Der Ersatzneubau des Hallenbades Klotzsche wird mit 2.500.000 Euro aus Bundesmitteln unterstützt.
  • Frohburg: Für die Sanierung des Naturfreibades stehen 281.250 Euro Bundesförderung bereit.
  • Gohrisch: Die Sanierung des Waldbades Cunnersdorf wird mit 1.000.000 Euro gefördert.
  • Königsbrück: Der Bund unterstützt die Sanierung und Erweiterung des Freibades mit 544.456 Euro.
  • Leipzig: Die Sanierung der Schwimmhalle West wird mit 5.040.645 Euro gefördert.
  • Pulsnitz: Die Sanierung des Walkmühlenbads wird mit 353.907 Euro unterstützt.

„Diese Auswahl zeigt: Die Sportmilliarde hilft nicht nur den großen Städten. Sie erreicht ebenso Gemeinden und ländliche Regionen“, so Körber. „Die Förderung kommt dort an, wo Menschen sie im Alltag spüren.“

Große Nachfrage zeigt Sanierungsbedarf

Die Schwimmbad-Tranche war stark überzeichnet. Beim zuständigen Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gingen rund 950 Projektskizzen mit beantragten Bundesmitteln von insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro ein. Dem standen bundesweit 250 Millionen Euro zur Verfügung. Die hohe Nachfrage verdeutlicht den erheblichen Sanierungsbedarf bei kommunalen Bädern in ganz Deutschland.

„Gerade deshalb ist es wichtig, dass der Bund Verantwortung übernimmt und den Kommunen verlässlich zur Seite steht“, betont Körber. „Viele Städte und Gemeinden können solche Investitionen nicht allein aus ihren Haushalten finanzieren. Bundesmittel schaffen Handlungsspielräume, sichern kommunale Infrastruktur und helfen, weitere Investitionen vor Ort auszulösen.“

Mit dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ unterstützt der Bund umfassende Sanierungen und Modernisierungen kommunaler Sportinfrastruktur. Ziel ist es, den Sanierungsstau abzubauen und Einrichtungen zu erhalten, die für soziale Integration, das Ehrenamt und den Zusammenhalt in den Städten und Gemeinden von besonderer Bedeutung sind.

Teil der Sportmilliarde

Die jetzt beschlossene Schwimmbadförderung ergänzt die regulären Förderrunden der sogenannten Sportmilliarde. Für diese stehen insgesamt drei Tranchen mit jeweils 333 Millionen Euro bereit. Die erste Tranche wurde im Frühjahr 2026 beschlossen. Dabei konnten bereits sechs Projekte in Sachsen mit mehr als 11,3 Millionen Euro Bundesförderung berücksichtigt werden.

„Die CDU-geführte Bundesregierung setzt ein klares Versprechen um: Wir investieren wieder stärker in die Infrastruktur, die unser Land zusammenhält“, erklärt Körber. „Sportstätten, Bäder, Schulen und kommunale Einrichtungen sind kein Luxus. Sie gehören zur Lebensqualität vor Ort und sind Voraussetzung dafür, dass Städte und Gemeinden lebendig, attraktiv und handlungsfähig bleiben.“

Der Bund stellt für das Programm SKS erhebliche Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität bereit. Die erste reguläre SKS-Förderrunde umfasste 333 Millionen Euro, der Haushaltsausschuss wählte daraus im April 2026 bundesweit 314 Projekte aus. Eine weitere reguläre Förderrunde mit erneut 333 Millionen Euro soll im Herbst 2026 starten, die dritte und letzte Förderrunde dann voraussichtlich Anfang 2027.

Körber appelliert zugleich an die Kommunen, auch künftige Fördermöglichkeiten zu nutzen: „Die Konkurrenz ist groß, und nicht jedes gute Projekt kann sofort berücksichtigt werden. Aber die heutige Entscheidung zeigt: Es lohnt sich, Anträge zu stellen, gute Projekte vorzubereiten und für die eigene Kommune zu kämpfen.“

„Politik muss an Ergebnissen gemessen werden“, so Körber abschließend. „Wenn ein Kind künftig im sanierten Bad schwimmen lernt, ein Verein wieder verlässliche Trainingszeiten bekommt oder eine Kommune ein marodes Bad dauerhaft erhalten kann, dann wird sichtbar, was verantwortungsvolle Haushaltspolitik bewirken kann. Dafür steht die Union: solide wirtschaften, gezielt investieren und den Menschen vor Ort konkrete Perspektiven geben.“